Amtliche Bekanntmachungen

    Dahlienblüte

    Schon in den letzten Tagen des Sommers öffnen sie ihre großen, leuchtenden Blütenköpfe, und doch sehen wir sie eigentlich als rechte Boten des Herbstes an, die stolzen Dahlien, denen wir jetzt überall in den Gärten begegnen. Sie lassen es uns in ihrer Schönheit und Farbenfülle ganz übersehen, dass immer mehr Sommerblumen von unseren Beeten verschwinden und sich untrügerlich der Herbst anzukündigen beginnt. Heute gehören die Dahlien ganz selbstverständlich in unsere Gärten, und wir können uns nur schwer vorstellen, dass man sie noch vor etwa 200 Jahren in unseren Breiten vergeblich gesucht hätte. Denn sie sind Einwanderer, die in so herrlicher Pracht blühenden Dahlien aus der Familie der Korbblütler. Ihre Heimat ist Mexiko, und von dorther brachte man sie erstmalig im Jahre 1784 nach Europa. Es waren freilich noch nicht die großblumigen Exemplare, die wir heute so sehr bewundern, sondern ihre etwas bescheideneren Ahnen, die Georginen, denen wir in Deutschland im Jahre 1804 zum ersten Mal begegnen. Ihre Aufzucht hat eine ähnlich amüsante Geschichte wie einstmals die der Kartoffel: auch von der Dahlie nahm man an, dass sie essbar sei, und so versuchte man - wie von der Kartoffel die an der Staude hängenden Früchte - hier die Knollen, zu kochen, die natürlich ungenießbar waren.

    Bald aber lernte man die neue Pflanze als blühende Gartenzier schätzen, und seither sind fast dreitausend verschiedene Sorten gezüchtet worden. Die Georgina wurde einst nach einem berühmten russischen Gelehrten benannt; Andreas Dahl, ein schwedischer Botaniker und Arzt, Schüler des berühmte Linné, gab der Dahlie seinen Namen. Jetzt blühen die schönen Blumen überall - und sie geleiten uns mit ihrer Schönheit und der Wärme ihrer Farben sanft vom Sommer in den Herbst hinein ...

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