Amtliche Bekanntmachungen

    Wenn es zu Kunigunden friert

    Als freundliche Botschafterin des kommenden Frühlings sieht man die Heilige an, deren Name heute im Kalender steht, und ihr Ehrentag wurde zu einem wichtigen Lostermin. „St. Kunigunde trägt Wärm“ in die Runde“, oder „an Kunigunden kommt die Wärm’ von unten“, meint die Bauernweisheit, und behauptet damit, dass nun das Erdreich vollends aufgetaut ist. Sollte es aber kalt sein, so gilt dies als schlechte Vorbedeutung, denn „wenn’s an Kunigunden friert, dann friert’s noch vierzig Nächte“, und „neuen Schnee zu Kunigunden hat niemand gern, dann ist der Frühling noch vier Wochen fern“.

    Neben den Wettervorhersagen, die man auf die Heilige Kunigunde übertrug, ist auch mancherlei Brauchtum noch an ihrem Tag lebendig, das sich vor allem auf die Fruchtbarkeit der Äcker bezieht. Man erhofft dabei die Fürsprache der frommen Gemahlin Kaiser Heinrichs II., die am 3. März des Jahres 1033 gestorben ist und zweihundert Jahre später von Papst Innozenz heiliggesprochen wurde. Kunigunde, die auch das Kloster Kaufungen bei Kassel stiftete, war eine der berühmtesten Frauengestalten des deutschen Mittelalters. Im Dom zu Bamberg wurde ihre sterbliche Hülle beigesetzt. Die gleichnamige Kunigunde von Fleckenstein (gestorben 10. August 1353), war Priorin des Klosters St. Lambrecht und Erbauerin der heutigen prot. Kirche.

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