Amtliche Bekanntmachungen

    Von der Friedenseiche zum Friedensweg

    Den Symbol-Fahnen folgend wird der Friedensweg in Lambrecht am 26. September eröffnet

    Die Vereinten Nationen (UNO) rufen alljährlich am 21. September den Internationalen Tag des Friedens aus und die Stadt Lambrecht will nicht abseitsstehen, wenn es darum geht mitzuwirken, um vorbildlich in Frieden zu leben. Seit 2004 ruft auch der Ökumenische Rat der Kirchen alle Kirchen dazu auf, jährlich den 21. September zu einem Internationalen Tag des Gebets für den Frieden zu machen, „als eine Möglichkeit, die Zeugniskraft der Kirchen und Glaubensgemeinschaften den vielen Kräften der weltweiten Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit hinzu zu fügen“.

    Man erinnert sich in Lambrecht an die Friedenseiche vor der prot. Kirche, der ehemaligen Klosterkirche, die 1871 gepflanzt wurde und mittlerweile zu einem stattlichen Baum herangewachsen ist. Nicht genau am 21., sondern einige Tage später am Donnerstag, 26. September, werden sich um 16 Uhr an dieser Lambrechter Friedenseiche der Stadtrat, die Mitglieder der Senioren-AG der Stadt Lambrecht, Pfarrer und Jugendgruppen der kath. und prot. Kirchengemeinden, Abordnungen der Grundschule und der Realschule plus treffen. Sie alle haben sich in Gemeinsamkeit mit der Stadtverwaltung für den Friedensweg eingesetzt und mitgearbeitet, den Friedensweg auszubauen, begehbar zu machen und nunmehr einzuweihen. Alle Beteiligten hoffen, dass zahlreiche Bürger an dieser Friedensweg-Eröffnung teilnehmen.

    Aufgehängte Fahnen mit Friedenssprüchen und Symbolen weisen den Weg zum Beutelstein, wo im Bereich des Freisitzes und der Parkplätze die Einweihungsfeier mit kurzer Begrüßung, einem musikalischen Beitrag, Friedensgebeten und Aktionen der Schulen stattfindet. Der weitere Weg führt zur Grabenstraße, wo zum „Friedensweg“ abgebogen wird. An seinem Mittelpunkt mit einer herrlichen Aussicht auf Lambrecht werden die Schulkinder Luftballone steigen lassen, an denen sie ihre eigenen Friedenswünsche befestigt haben. Die Kinder werden einen „Schwarm von Schmetterlingen“ anbringen, eine „Friedensbank“ wird erstellt werden und ein künstlerisch gestaltetes Schmetterlings-Friedenssymbol wird angebracht werden. Wieder zurück auf dem Beutelstein, können die Teilnehmer gemütlich beisammensein, für Getränke wird gesorgt sein.

    Dieser Friedensweg ist kein neu geschaffener Weg, sondern der „Alte Weg“ der den Wald von den früheren Gärten und Äckern trennte. Auf dieser Fläche sind heute die Streuobstwiesen zu einem wertvollen Biotop geworden. Die Senioren-AG hat im Laufe des letzten Jahres den zugewachsenen Weg freigelegt und begehbar gemacht. (Die Talpost hatte berichtet). Bereits an 14 arbeitsreichen Montagen und bei fünf Sondereinsätzen waren die fünf Teilnehmer der Senioren-AG im Einsatz, sagte deren „Chef“ Gerhard Bialas. Er verwies auf die Schwierigkeiten der Arbeit, wobei auch die Wildschweine manche geleistete Arbeit des nachts wieder zunichte machten. Momentan wird daran gearbeitet, einen leicht begehbaren Zugang zum „Friedensweg“ von der Grabenstraße aus über den „unteren“ Weg und über ein Grundstück der „Naturfreunde-Ortsgruppe“ Lambrecht zu führen. Die Arbeit an diesem Lambrechter Friedensweg wurde mit einem stattlichen finanziellen Zuschuss der LAG Pfälzerwald plus bedacht.

    Unter der Regie von Jürgen Köppler wird zur Zeit die Feinabstimmung des Programms zur Eröffnung des Friedensweges vorgenommen. Alle Beteiligten setzen sich dafür ein, dass der Friedensweg keine Eintagsfliege bleibt, es werde auf Nachhaltigkeit geachtet und die Senioren-AG werde auch in den kommenden Jahren viel Arbeit haben, um den Friedensweg attraktiv zu erhalten. Auch touristisch könne der Weg nützlich sein, vermerkte Stadtbürgermeister Karl-Günter Müller, denn die Aussicht zu allen Tageszeiten auf Lambrecht sei einfach grandios

    Der Lambrechter Friedensweg ist nicht mit dem Südtiroler Friedensweg im Gedenken an den Alpenkrieg zwischen dem Königreich Italien und den ursprünglichen Verbündeten Österreich und Deutschland von 1915 bis 1917 vergleichbar. Während auf diesem Weg viele alte Befestigungsanlagen durchwandert werden, kann man vom Lambrechter Friedensweg aus den Frieden über Lambrecht „spüren und sehen“, von der Friedenseiche über die Kirchen, die Schule, bis zum nahen Friedhof.

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