Gästeführungen in der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)

Sie planen einen Ausflug in den Pfälzerwald und würden gern mehr über die Region erfahren? Ganz persönlich und doch reich an Information - so gestalten unsere geschulten GästeführerInnen ihre Touren durch die einzigartige Landschaft oder zu historischen Plätzen. Sie sind wahre Experten und Expertinnen, wissen über Land und Leute bestens Bescheid und erzählen gern die eine oder andere Anekdote aus der Region.

Das detaillierte Programm der IG "GeFührT VG Lambrecht" finden Sie hier.

Kontaktadresse:

IG "GeFührT VG Lambrecht"
Vorsitzende Frau Bärbel Ockenfuß-Koch
Telefon 06325 / 7889
b.oeckenfuss-koch@t-online.de

Edith-Stein-Ausstellung


Edith-Stein-Gedenkstätte
Toni-Schröer-Haus
Hauptstraße 93
67466 Lambrecht (Pfalz)
Tel. (0 63 25) 98 94 56

Besichtigung nach Voranmeldung (auch in englisch), umfasst eine ausführliche und persönliche Führung durch Frater Toni Braun.

Der Leiter und geistige Vater der Edith-Stein-Gedenkstätte Frater Toni Braun, Karmeliter wie Edith Stein hat in Lambrecht rund 750 Exponate zum Leben und Nachleben der jüdisch-christlichen Märtyrerin zusammengetragen, darunter ein Kondolenzschreiben, das Edith Stein 1930 an eine ihrer Schülerinnen an der Speyerer Mädchen-
schule St. Magdalena richtete.

Dem Leben, Wirken und Leiden der Ordensfrau in dieser kleinen Gedenkstätte in Lambrecht nachzuspüren, bedarf es Zeit, Geduld und ein Gespür für die Mystik der Heiligen, um die Aussagekraft der zahlreichen Fotos und Zeichnungen zu erfassen, die dort ausgestellt sind.

 

Elmsteiner Wappenschmiede


67471 Elmstein
Telefon (0 63 28) 2 34
Fax (0 63 28) 82 33
Geöffnet sonn- und feiertags zu den Terminen der Kuckucksbähnelfahrten von 14.00-16.00 Uhr. Die Elmsteiner Wappenschmiede ist die einzige durch Wasserkraft betriebene alte Schmiede der Pfalz, die bis heute in ihrer Funktion erhalten werden konnte. Viele unterschiedliche Werkzeuge an den Wänden der Schmiede künden durch die Signaturen von den Familien, die hier arbeiteten, seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Ausgestellt sind Werkzeuge für Waldarbeiter und für landwirtschaftliche Arbeit sowie für den Steinbruch. Herzstück der Wappenschmiede Elmstein sind die gewaltigen, wuchtigen Hämmer von einem Zentner bzw. 40 Kilogramm Gewicht, die von Wasserkraft betrieben das glühende Eisen bearbeiteten. Ihre Hebel sind aus hartem Obstbaumholz. Die Kraft für diese Hämmer liefert der Speyerbach durch zwei Schaufel-Mühlräder, eins aus Kiefernholz, das zweite aus Leichtmetall, nachgebaut an der Ostseite der Anlage. Eines der Räder, mit drei Metern im Durchmesser, treibt die Hämmer an, eines die Transmission für Schleifstein, Gebläse und Schrotmühle. Auch der zwei Meter durchmessende Schleifstein ist noch intakt. Über ihm saß der Schmied auf einem Gestell mit Bruststütze, um den Werkzeugen den letzten Schliff zu geben. Noch heute wird hier Strom erzeugt, der in das Netz der "Pfalzwerke" eingespeist wird. Ein "Accumulator" von 1920 weist darauf hin, daß umweltfreundlich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts Energie gewonnen wurde.
 

Kirchen


  • Mariä Heimsuchung
    Grundsteinlegung am 06.05.1765. In der Kirche befindet sich eine historische Hermann-Schlimmbach-Orgel. Besichtigungen mit und ohne Führungen sind möglich. Viele Jakobspilger machen hier Halt. Orgelkonzerte sind obligatorisch.
    Info und Literatur unter Tel. (0 63 28) 2 34
  • Wallfahrtskapelle Cyriakuskapelle in Lindenberg
  • Die 1320-1343 gebaute ehemalige Klosterkirche St. Lambrecht gilt als kunsthistorisch bedeutendstes Juwel der Reduktionsgotik in der Pfalz. Ihre Chorwände sind mit Seccos ausgemalt, die in bilderstürmischem Eifer zwar gewaltsam beschädigt und zugeputzt worden waren, 1955 aber freigelegt und behutsam restauriert worden sind. Zu den Darstellungen zählt auch eine Bildfolge mit der Quirinus-Legende aus dem 14. Jahrhundert. Die Barock-Orgel der Kirche von Johann Georg Geib 1777 gebaut, ist nahezu original erhalten. Sie erklingt außer zum Gottesdienst oft auch zu bemerkenswerten kirchenmusikalischen Konzerten. Besichtigung möglich (Schlüssel bei Metzgerei Streb während Geschäftszeiten oder Prot. Pfarramt).
    Telefon: (0 63 25) 81 54

 

Mit dem Kuckucksbähnel durch das Elmsteiner Tal

Eine Fahrt im „Kuckucksbähnel“, bestehend aus einer historischen Dampflok und mehreren historischen Wagen, ermöglicht einem ein Fahrgefühl wie in früheren Zeiten zu erleben. Der Museumszug startet direkt im Hauptbahnhof Neustadt/W. und verkehrt auf dem ersten Abschnitt bis Lambrecht auf der zweigleisigen Hauptstrecke Richtung Kaiserslautern. Hinter Lambrecht liegt der Abzweig der Strecke ins Elmsteiner Tal. Endstation ist nach mehreren Unterwegshalten und einer insgesamt landschaftlich beeindruckender und abwechslungsreichen Fahrt die Endstation in Elmstein.

Die historische Dampfeisenbahn Kuckucksbähnel verkehrt ab Ostern im vierzehntägigen Rhythmus sonntags, ab Hbf Neustadt. Fahrplan und Anmeldung für Gruppenfahrten unter Tel. (0 63 21) 3 03 90, oder (01 73) 9 46 16 18 oder www.eisenbahnmuseum-neustadt.de
Erwachsene 12,00 €, Kinder (4-15 Jahre) 6,00 €, Familien (2 Erw. + Kinder) 25,00 € Osterhasenfahrten an Ostersonntag und Ostermontag
Nikolausfahrten an allen 4 Adventswochenenden (Sa/So)

Wandervorschläge entlang der Strecke erhalten Sie hier.

Museum der Forst- und Waldgeschichte

In Elmstein im Pfälzerwald öffnet am 14. Juni 2008 das neue Museum der Forst- und Waldgeschichte seine Tore.
Die Geschicke der Gemeinde Elmstein und ihrer Einwohner wurden von jeher vom Wald bestimmt. Im größten Forstbezirk der Pfalz gelegen, waren das Leben und das Auskommen der meisten hier ansässigen Menschen lange Zeit vom Holz abhängig. Ein Kulturwald ist für viele Menschen, gleich welchen Alters, einfach ein Wald: Ein Ort der Erholung, ein Ort an dem man Sport treibt oder im Herbst in die Pilze geht. Hören Städter bei einer Wanderung im Wald die Motorsägen heulen – denn zu sehen bekommen sie diese nie, da sind die Sicherheitsbestimmungen vor, dann denken viele an Waldfrevel und Kahlschlag. Der Pfälzerwald ist schon lange kein Urwald mehr, kein Wald also, der sich ohne Eingriffe des Menschen entwickelt. Neben der Naherholung hat er eine wichtige ökonomische Funktion: die Holzproduktion.
Wer die Forstwirtschaft mit der Landwirtschaft vergleicht, muss einen Zeitmultiplikator von 30 bis 100 Jahren einbauen. So lange dauert es, bis aus einem Samen ein verwertbarer Baum gewachsen ist. Natürlich unterliegt der Wald den Einflüssen der vier Jahreszeiten. Anders als auf einem Kornfeld, lässt sich im Wald die Entwicklung der Nutzpflanzen aber nicht so einfach, im Verlaufe eines Jahres, nachvollziehen. Jedes Kind lernt früh, anhand von Bilderbüchern und Geschichten die Landwirtschaft kennen. Kaum ein Erwachsener versteht indes die Forstwirtschaft. Die Forststrukturreform des Landes Rheinland-Pfalz hat die räumliche Voraussetzung für ein Vorhaben geschaffen, dass es Alt und Jung von Juni 2008 an ermöglichen soll, ihre Kenntnisse zu den Themen Holzproduktion und Leben und Arbeiten im Wald zu vertiefen.
Die vormals staatliche Samenklenge, von vielen Wanderern und Touristen mit Stirnrunzeln betrachtet – “was in aller Welt ist eine Samenklenge, etwa so was wie eine Samenbank?“, dieses im Jahre 1913 errichtete Gebäude, wird nach einer sorgsamen Sanierung in ein Haus der Forst- und Waldgeschichte umgewidmet. Seit 2006 ist das Haus im Besitz der Gemeinde Elmstein. Wichtiger, und im Gesamtzusammenhang unverzichtbarer Teil der musealen Ausstellung wird die ursprüngliche Funktion des Gebäudes sein: Die Aufbereitung von Baumsamen aus Zapfen. Es stimmt also schon, dass es sich um eine Art von Samenbank gehandelt hat, auch wenn die fertigen Samen nicht hier, sondern im Kühlhaus eines benachbarten Forstamts gelagert wurden. Die Besucher werden die einzelnen Apparaturen und Gebäudeteile der Samenklenge besichtigen können. Vom Ausgangs- bis zum Endprodukt wird die schrittweise Gewinnung der kostbaren Samen dargestellt.
Nadelbaumsamen werden heute für mehrere hundert Euro das Kilo gehandelt. Ein Gesetz regelt seit einigen Jahren die Erzeugung, so dass Betrügereien und Schindluder, die früher keine Seltenheit waren, ausgeschlossen sind. Ein schlechter Baumsamen zieht hohe Kosten nach sich, kann man die Qualität eines Baumes ja erst nach vielen Jahren beurteilen. Die Klengen, auch Darren genannt, waren die Antwort weitsichtiger Forstleute auf die Unsicherheiten, die eine nicht standardisierte Samenqualität mit sich bringt.
Die früher als Lagerflächen für die Vortrocknung der Zapfen genutzten Räume in Hauptgebäude und Trockenschuppen werden in ein Museum umgebaut, das die Arbeit und das Leben im Forst behandelt. Schon heute existiert dieses Museum in Elmstein, im Gebäude einer alten Schmiede. Im neuen Umfeld kann die Ausstellung jedoch wesentlich geordneter und anschaulicher präsentiert werden. Wenn bislang ohne einen Museumsführer kaum zu überblicken war, was das Haus an interessantem, zum Teil viele Generationen. zurückreichendem Wissen beherbergt, soll in der neuen Alten Samenklenge ein Ausstellungskonzept verwirklicht werden, dass es auch einem Spontanbesucher ermöglicht, die Zusammenhänge zu verstehen. Neben Themen, die man vielleicht sofort mit dem Wald assoziiert, wie der Arbeit der Förster und die Jagd, sollen insbesondere auch weniger bekannte und in der Wahrnehmung der meisten Menschen nicht klar abgegrenzte Bereiche, wie die schwere Arbeit der Waldarbeiterinnen und das ärmliche Leben der Waldarbeiter und ihrer Familien gezeigt werden. Dass Waldwirtschaft nicht allein der Holzproduktion diente, wird in Abteilungen präsentiert, die sich mit der Köhlerei und der Harzgewinnung beschäftigen. Auch der Holztransport, der hier in Elmstein unter anderem zu Wasser, im zur Triftanlage umgebauten Speyerbach vonstatten ging, wird sich in der Ausstellung wiederfinden. Im ehemaligen Pflanzgarten der Samenklenge sollen beispielhaft wieder die Anzucht von Forstpflanzen und seltenen Obstbaumsorten für eine Erweiterung des Museums ins Freie sorgen. Auch Kinder sollen das Museum mit allen Sinnen erobern können. So werden Teile der Ausstellung zum Erproben der eigenen körperlichen Geschicklichkeit einladen und den bei Kindern besonders beliebten Themen, wie etwa den Tieren des Waldes hohe Aufmerksamkeit schenken. Die Räume der Alten Samenklenge sollen über ihre Funktion der Wissensvermittlung und Traditionspflege hinaus auch für kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen oder Bürgerabende genutzt werden.
Noch wird am Gebäude und an der Ausstellungskonzeption gearbeitet, aber Ortsbürgermeister Thomas Kratz und Architekt Dr. Jörg Finkbeiner sind zuversichtlich, dass bis zum Eröffnungstermin alles fertig und präsentabel eingerichtet sein wird.

Informationen zu den Öffnungszeiten und Eintrittsgeldern

Papiermacher- und Heimatmuseum

67468 Frankeneck
Frau Röhle
8.00 bis 12.00 Uhr – Telefon (0 63 25) 18 24 22
ab 13.00 Uhr – Telefon (0 63 25) 25 64
http://www.museum.frankeneck.de
Museumsführungen sowie das traditionelle Handschöpfen von Papieren. Möglichkeit zur Betriebsbesichtigung im Frankenecker Werk der Papierfabrik Glatz GmbH nach Voranmeldung, Eintritt 2,00 €

Zunfthaus in Lambrecht

Erbaut um 1606/1607 hat das dreigeschossige Fachwerkhaus eine bewegende Zeit relativ unverändert überstanden. Wie Herr Sattel, Architekt im Büro Jost, als verantwortlicher Leiter des Umbaus erläuterte, sind während der Barockzeit die Fenster in Ihrer Größe verändert worden, die Außenfassade wurde verputzt. Cirka 1900 gab es diverse Innenraumveränderungen wie z.B. an der Treppe oder die diversen Stuckarbeiten. In den 50iger Jahren wurde das Fachwerk wieder sichtbar gemacht und der Putz abgeschlagen. Damit die Umbauarbeiten fachgerecht geplant werden konnten, wurde das Gebäude bauhistorisch untersucht und folgende Renovierungsarbeiten durchgeführt :

  • 1.) Abdichtung des Kellers
  • 2.) Renovierung der Innenräume
  • 3.) Anbau Foyerraum
  • 4.) Wiederherstellung der Fassade wie sie vor Beginn der Renovierung bestand (mit den in der Barockzeit geänderten Fenstergrößen).

Im Keller ist der Ratssaal der Stadt untergebracht, der angebaute Foyerraum verbindet diesen mit dem Gebäude und ist Eingangsbereich für das Gesamtgebäude. Im 1. Stock ist die Stadtverwaltung mit Stadtbürgermeister, Beigeordneten und Sekretariat untergebracht, im 2. Stock gibt es einen repräsentativen Raum, welcher als Trauzimmer genutzt wird und einen Raum für die Tuchmachergeschichte der Stadt. Der 3. Stock ist noch nicht verplant, evtl. findet hier das Stadtarchiv seinen Platz und Raum für Expansion gibt es auch noch.

Weinstraßenfahrt per Reisebus

Jeden Dienstag können Interessierte bis zum 7. September per Reisebus von Bad Dürkheim bis Schweigen-Rechtenbach die Weinstraße in Begleitung eine Gästeführers erkunden und erfahren viel Wissenswertes zur Region. mehr

Cabriobustouren

Deutsche Weinstraße Tour per Cabrio Doppeldeckerbus
Von Mai bis Ende September laden wir Sie zu Entdeckertouren bequem im Cabrio-Doppeldecker-Bus mit Panorama-Blick zwischen Bockenheim, Bad Dürkheim und Deidesheim ein. mehr