Sehen & erleben

 

Gästeführungen in der
Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz)

Sie planen einen Ausflug in den Pfälzerwald und würden gern mehr über die Region erfahren? Ganz persönlich und doch reich an Information - so gestalten unsere geschulten GästeführerInnen ihre Touren durch die einzigartige Landschaft oder zu historischen Plätzen. Sie sind wahre Experten und Expertinnen, wissen über Land und Leute bestens Bescheid und erzählen gern die eine oder andere Anekdote aus der Region. 

Auch 2012 finden wieder regelmäßige Stadtführungen in Lambrecht statt.
Von April bis Oktober zeigen Ihnen unsere zertifizierten Gästeführer regelmäßig am ersten Sonntag im Monat ab 14:00 Uhr die Sehenswürdigkeiten Lambrechts. Und davon gibt es mehr als es im ersten Moment den Eindruck erweckt. Selbst "alte Lambrechter" sind immer wieder überrascht was der Ort an Sehenswertem und an Geschichte zu bieten hat. Lassen Sie sich überraschen bei einer Führung durch die tausendjährige Geschichte Lambrechts. Wir freuen uns auf Sie. Von April bis Oktober jeweils am ersten Sonntag im Monat.
Beginn: 14:00 Uhr
Dauer: 90 Minuten
Preis: 3.- € pro Person
Treffpunkt: Verbandsgemeindeverwaltung Lambrecht

 


Kontaktadresse

IG "GeFührT VG Lambrecht"
Vorsitzende Frau Bärbel Ockenfuß-Koch
Telefon: 06325-7889
E-Mail: b.ockenfuss-koch@t-online.de

Führungen mit der AG Kultur und Geschichte im Förderverein i.m.z. e.V.

www.gästeführungen-elmstein-und-umgebung.de

  • Führung entlang der Triftanlagen in Elmstein, weiter.
  • Führung durch den Museumswaldin Elmstein, weiter.
  • Führung entlang des Mordkammerpfades in Elmstein, weiter.

Museen

Papiermacher- und Heimatmuseum

67468 Frankeneck
Frau Röhle
Telefon: 06325-182422
Web: www.museum.frankeneck.de

Museumsführungen sowie das traditionelle Handschöpfen von Papieren. Möglichkeit zur Betriebsbesichtigung im Frankenecker Werk der Papierfabrik Glatz GmbH nach Voranmeldung, Eintritt: Erw. 2,00 €, Kinder 1,00 €

 

Das Elmsteiner Museum "alte Samenklenge"

Die vormals staatliche Samenklenge ist nach einer sorgsamen Sanierung in das Haus der Forst- und Waldgeschichte umgewidmet worden. Seit 2006 ist das Haus im Besitz der Gemeinde Elmstein. Wichtiger, und im Gesamtzusammenhang unverzichtbarer Teil der musealen Ausstellung ist die ursprüngliche Funktion des Gebäudes. Die Besucher können die einzelnen Apparaturen und Gebäudeteile der Samenklenge besichtigen. Vom Ausgangs- bis zum Endprodukt wird die schrittweise Gewinnung der kostbaren Samen dargestellt.

Die früher als Lagerflächen für die Vortrocknung der Zapfen genutzten Räume in Hauptgebäude und Trockenschuppen dienen dem Museum, das die Arbeit und das Leben im Forst behandelt.

Web: www.alte-samenklenge.de

Elmsteiner Wappenschmiede

67471 Elmstein
Telefon: 06328-234
Fax: 06328-8233

Die Elmsteiner Wappenschmiede ist die einzige durch Wasserkraft betriebene alte Schmiede der Pfalz, die bis heute in ihrer Funktion erhalten werden konnte. Viele unterschiedliche Werkzeuge an den Wänden der Schmiede künden durch die Signaturen von den Familien, die hier arbeiteten, seit Mitte des 18. Jahrhunderts.

Ausgestellt sind Werkzeuge für Waldarbeiter und für landwirtschaftliche Arbeit sowie für den Steinbruch. Herzstück der Wappenschmiede Elmstein sind die gewaltigen, wuchtigen Hämmer von einem Zentner bzw. 40 Kilogramm Gewicht, die von Wasserkraft betrieben das glühende Eisen bearbeiteten. Ihre Hebel sind aus hartem Obstbaumholz. Die Kraft für diese Hämmer liefert der Speyerbach durch zwei Schaufel-Mühlräder, eins aus Kiefernholz, das zweite aus Leichtmetall, nachgebaut an der Ostseite der Anlage.

Eines der Räder, mit drei Metern im Durchmesser, treibt die Hämmer an, eines die Transmission für Schleifstein, Gebläse und Schrotmühle. Auch der zwei Meter durchmessende Schleifstein ist noch intakt. Über ihm saß der Schmied auf einem Gestell mit Bruststütze, um den Werkzeugen den letzten Schliff zu geben.

Seit einiger Zeit bemüht sich der Freundeskreis Elmsteiner Wappenschmiede um die Erhaltung der Schmiede. Zu diesem Zweck werden offene Schmiedetage angeboten. In 2012 finden diese jeweils von 11.bis 17.00 Uhr zu folgenden Terminen statt:

08. April, 06. Mai, 20. Mai, 28. Mai, 03. Juni, 01. Juli, 05. August, 02. September, 07. Oktober, 04. November und 02. Dezember.

Freundeskreis Elmsteiner Wappenschmiede
www.elmsteiner-wappenschmiede.blogspot.com

Edith-Stein-Ausstellung

Edith-Stein-Gedenkstätte
Toni-Schröer-Haus
Hauptstraße 93
67466 Lambrecht (Pfalz)

Telefon: 06325-989456

Besichtigung nach Voranmeldung (auch in englisch), umfasst eine ausführliche und persönliche Führung durch Frater Toni Braun.

Der Leiter und geistige Vater der Edith-Stein-Gedenkstätte Frater Toni Braun, Karmeliter wie Edith Stein hat in Lambrecht rund 750 Exponate zum Leben und Nachleben der jüdisch-christlichen Märtyrerin zusammengetragen, darunter ein Kondolenzschreiben, das Edith Stein 1930 an eine ihrer Schülerinnen an der Speyerer Mädchenschule St. Magdalena richtete.

Dem Leben, Wirken und Leiden der Ordensfrau in dieser kleinen Gedenkstätte in Lambrecht nachzuspüren, bedarf es Zeit, Geduld und ein Gespür für die Mystik der Heiligen, um die Aussagekraft der zahlreichen Fotos und Zeichnungen zu erfassen, die dort ausgestellt sind.
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Ausflugsfahrten

Mit dem Kuckucksbähnel durch das Elmsteiner Tal

Eine Fahrt im „Kuckucksbähnel“, bestehend aus einer historischen Dampflok und mehreren historischen Wagen, ermöglicht einem ein Fahrgefühl wie in früheren Zeiten zu erleben. Der Museumszug startet direkt im Hauptbahnhof Neustadt/W. und verkehrt auf dem ersten Abschnitt bis Lambrecht auf der zweigleisigen Hauptstrecke Richtung Kaiserslautern. Hinter Lambrecht liegt der Abzweig der Strecke ins Elmsteiner Tal. Endstation ist nach mehreren Unterwegshalten und einer insgesamt landschaftlich beeindruckender und abwechslungsreichen Fahrt die Endstation in Elmstein.

Die historische Dampfeisenbahn Kuckucksbähnel verkehrt ab Ostern im vierzehntägigen Rhythmus sonntags, ab Hbf Neustadt. Fahrplan und Anmeldung für Gruppenfahrten unter
Telefon: 06321-30390
Mobil: 0173-9461618
Web: www.eisenbahnmuseum-neustadt.de
Film über das Kuckucksbähnel

Fahrpreise:

  • Erwachsene 12,00 €
  • Kinder (4-15 Jahre) 6,00 €
  • Familien (2 Erw. + Kinder) 25,00 €

Osterhasenfahrten an Ostersonntag und Ostermontag
Nikolausfahrten an allen 4 Adventswochenenden (Sa/So)

Wandervorschläge entlang der Strecke (PDF)

Deutsche Weinstraße Tour per Cabrio Doppeldecker Bus

Rundfahrten Deutsche Weinstraße und Stadtrundfahrt Bad Dürkheimmit Tipps zur Sehenswürdigkeiten, Fahrrad- und Wanderwegen und Wein. Die Fahrten finden von 1. Mai bis 14. Oktober statt. Weitere Informationen finden sie hier. Fahrplan 2012 hier. Flyer download.

Mandelblüten-Touren mit dem Nostalgie-Bus an der Weinstraße

Programm hier.

Sehens- und Erlebenswertes in der Umgebung

Dynamikum in Pirmasens

Auf einer Ausstellungsfläche von etwa 4000 Quadratmetern bietet das Dynamikum eine Fülle von ungewöhnlichen Erlebnis- und Mitmach- Angeboten. Der Leitgedanke des Museums, die Bewegung, zieht sich wie ein roter Faden durch alle acht Themenbereiche. In diesen finden sowohl die kleinen als auch die großen Besucher rund 150 Experimentier- Stationen, die zum Erforschen verschiedenster Phänomene aus Natur und Technik einladen.

Ein erlebnisreicher und aktiver Tag wartet auf die Besucher. Sie können beispielsweise mit einem Knochengerüst um die Wette radeln, mit einem Fahrrad schweben oder mit Känguru, Elefant und Dackel um die Wette laufen. Das erste und bislang einzige rheinland-pfälzische Science Center ist in einer ehemaligen Schuhfabrik entstanden.

Adresse:
Dynamikum
Fröhnstraße 8
66954 Primasens

Kontakt:
Telefon: 06331-239430
Fax: 06331-2394329
Web: www.dynamikum.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9:00-18:00 Uhr;
Samstag und Sonntag 10:00-18:00 Uhr:

Regional und verführerisch: Bauernmärkte in der Pfalz

Pünktlich zum Start in die Freiluft-Saison ist jetzt die neue Broschüre „Die Pfalz. Bauernmärkte 2012“ erschienen. Die 8-seitige Lang-DIN-Broschüre des Pfalz.Touristik e.V. enthält Informationen zu insgesamt 33 Bauernmärkten in allen Pfälzer Regionen. Nur wenige Landstriche in Deutschland sind so vom Klima begünstigt wie die Pfalz. Hier reifen Feigen, Kiwis, Mandeln und Maronen und natürlich feinste Weine. Außerdem wird die Pfälzer Rheinebene nicht ohne Grund der „Gemüsegarten Deutschlands“ genannt. Kein Wunder also, dass sich in der Pfalz eine Vielzahl an Bauernmärkten findet, wo Einheimische und Gäste die Fülle der Pfälzer Bodenschätze genießen können.
Los geht es am 22. April mit dem Biosphärenmarkt in Lembach/Elsaß. Die meisten der Bauernmärkte finden im Frühsommer (Mai / Juni) und im Herbst (September / Oktober) statt. Den Schlusspunkt der Marktsaison bildet am 4. November der Bauernmarkt in Neustadt an der Weinstraße.
Eine Besonderheit sind die deutsch-französischen Bauernmärkte, die sowohl die regionalen Pfälzer Produkte als auch die Spezialitäten der französischen Nachbarn vermarktet werden. Ein besonders international geprägter Markt ist der „Europäische Bauernmarkt“ im Landkreis Kusel am 15. und 16. September, auf dem Spezialitäten der europäischen Partner aus Ungarn, Finnland, Polen und Frankreich angeboten werden.
Besonders umweltschonend produzierte Waren gibt es auf den Biosphären-Bauernmärkten, auf denen Produkte aus den beiden Naturparken Pfälzerwald und Nordvogesen präsentiert werden. Hier gibt es Waren wie Wolle, Schinken, Wurst, Ziegenkäse, Saft, Biowein, Marmelade und Honig ausschließlich aus heimischem und ökologischem Anbau.
Wer Kräuter liebt, ist in Wachenheim beim „Kräutermarkt“ am 6. Mai genau richtig, denn hier gibt es Kräuter, Gewürze, Kräutertees, Kräuterpflanzen und vieles mehr.
In vielen Orten wird der Bauernmarkt mit einem Dorffest oder einer anderen Veranstaltung kombiniert, so zum Beispiel in Zeiskam mit dem „Zwewwelfeschd“, in Klingenmünster mit dem Weinfest oder in Neustadt und Weilerbach mit einem verkaufsoffenen Sonntag.

Weiterführende Informationen: Pfalz.Touristik e.V., Martin-Luther-Str. 69, 67433 Neustadt, Tel: 06321-39160, info@pfalz-touristik.de. Den Bauernmarkt-Flyer gibt es auch zum kostenlosen download unter www.pfalz.de.

Kirchen

Mariä Heimsuchung (Elmstein)

Grundsteinlegung am 06.05.1765. Niemand würde vermuten, dass sich in der eher unscheinbar wirkenden kleinen Barockkirche des mitten im Pfälzer Wald gelegenen Ortes Elmstein eine besondere Kostbarkeit verbirgt: eine historische Orgel. Der äußerst opulente Dekor aus Akanthuslaubwerk am barocken Prospekt lässt auch ein Orgelwerk dieser Provenienz hinter der schmucken Fassade erwarten. Zur Überraschung des Betrachters handelt es sich jedoch um ein qualitätvolles, spätromantisches Werk des Orgelbauers Hermann Schlimbach, erbaut im Jahr 1887. Es ist das einzige Instrument von ihm, das vollständig erhalten geblieben ist. (Textausschnitt CD Cover von OSV Gero Kaleschke) www.schlimbach-orgel-elmstein.de.  

 

Besichtigungen mit und ohne Führungen sind möglich. Viele Jakobspilger machen hier Halt. Orgelkonzerte sind obligatorisch.
Info und Literatur unter Tel. (06328) 234

 

 

 

Bruder Konrad Kirche in Esthal

„Wer die Verhältnisse in Esthal kennt, der weiß, dass das alte Kirchlein schon lange nicht mehr ausreicht, um die mehr und mehr gewachsene Einwohnerzahl der katholischen Gemeinde in sich aufzunehmen. Es entsprach daher einem dringenden religiösen Bedürfnis, dass eine neue Kirche bzw. die alte Kirche entsprechender Weise Vergrößerung erfährt. Die Architekten Willy Schönwetter und Otto Schallenbrand aus Neustadt haben dieses Problem in hervorragender Weise gelöst; die neue Kirche wird an die alte Kirche angebaut, oder besser gesagt, das alte Kirchlein wird in die neue einbezogen.

Alte und neue Kirche werden eine Gesamtlänge von 51 Meter messen. Ein insgesamt 40 Meter hoher Turm wird weithin sichtbar über die Hausdächer des Dorfes ragen und ins Tal grüßen. Die Kirche wird vollständig aus einheimischem Sandstein gebaut und statt 150 Sitzplätze nunmehr 600 Sitzplätze erhalten.

Einem Umstand soll noch besondere Erwähnung getan werden: Durch die Arbeiten am Kirchenneubau und die Wasserleitungsarbeiten, die in Esthal ausgeführt wurden, war es möglich gewesen, auch den letzten Arbeitslosen zu beschäftigen.“
(Auszug aus einem Bericht „Der Rheinpfälzer“ vom 15. Dezember 1933)

Am 18. September 1933 begannen die Arbeiten an der neuen Kirche. Bereits am 5. November konnte Bischof Dr. Ludwig Sebastian den Grundstein legen. weiter

Kapelle St. Cyriakus

Die Kapelle St. Cyriakus in Lindenberg in Rheinland-Pfalz ist ein Wallfahrtsort für Winzer, erbaut aus und in den Überresten der Burg Lindenberg. Um 1543 begann der Bau der heutigen Kapelle im Halsgraben der Burg. Das Material entstammte der im 13. Jahrhundert erbauten Burg Lindenberg, die zuvor an selbiger Stelle existiert hatte und zwischen 1364 und 1371 zerstört worden war.

Jährlich am Jahrestag des heiligen Cyriakus, dem 8. August, tragen Winzer frühreife Trauben zur Kapelle und legen diese auf den Altar, sie bitten damit um Schutz für ihre Weinberge.

Klosterkirche St. Lambrecht

Die 1320-1343 gebaute ehemalige Klosterkirche St. Lambrecht gilt als kunsthistorisch bedeutendstes Juwel der Reduktionsgotik in der Pfalz. Ihre Chorwände sind mit Seccos ausgemalt, die in bilderstürmischem Eifer zwar gewaltsam beschädigt und zugeputzt worden waren, 1955 aber freigelegt und behutsam restauriert worden sind.

Zu den Darstellungen zählt auch eine Bildfolge mit der Quirinus-Legende aus dem 14. Jahrhundert. Die Barock-Orgel der Kirche von Johann Georg Geib 1777 gebaut, ist nahezu original erhalten. Sie erklingt außer zum Gottesdienst oft auch zu bemerkenswerten kirchenmusikalischen Konzerten.

Besichtigung möglich (Schlüssel bei Metzgerei Streb während Geschäftszeiten oder Prot. Pfarramt).
Telefon: 06325-8154

Katholische Kirche in Lambrecht (Pfalz)

Hauptstraße. 1750 erste katholische Pfarrkirche für Grevenhausen am damaligen Westrand der Ortsbebauung. Unter Fürstbischof Franz Christoph von Hutten errichtet. Wappen des Erbauers in Rocaillekartusche unter der Giebelnische der Straßenfassade.

Architekt: Fürstb. Hofbaumeister Joh. Gg. Stahl.
Patronat: St. Johann Nepomuk und St. Lambertus.

1953 Abriss der nördlichen Teile der Barockkirche und Neubau des wesentlich größeren Kirchenschiffes, des Chorraums und des 40 m hohen Turms in Barockstil nachahmender Formensprache durch den örtlichen Architekten Hanns Lambrecht. Hintere Fensterachse des Vorgängerbaues als Vorhalle und Empore integriert und dabei verändert.

Neues Patronat: Heiligstes Herz Jesu.
Inneres: Aufwändiger Stuckmarmor an den Schiffsäulen und am phantasievoll neu gestalteten Hochaltar. Ausstattungsteile der alten Nepomuk-Kirche: Hochaltargemälde “Kreuzigung Christi”, seltener Kanzel- Beichtstuhl und Ölgemälde “Maria Immaculata”; Werke von Pfr. Dr. Bernhard G. J. Würschmitt (1826-29 kath. Seelsorger in Lambrecht). Gestühl, Kreuzwegstationen und Orgel 1950 bis 1970er Jahre.
2008 Renovierung und liturgische Veränderungen.

Sehenswürdigkeiten in Lambrecht (Pfalz)

In der Broschüre "Stadtführer Lambrecht" des Förderverein Sauerbrunnen, werden auf rund 17 Seiten und einer Übersichtskarte die nachfolgend genannten historischen Gebäude der Stadt gezeigt. Diese ist erhältlich bei der Touristinformation der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz).

Zunfthaus in Lambrecht

Wallonenstraße 11
Größter Profanbau Lambrechts mit reichen Schmuckformen. Erbaut von Henri Clignet (Klingnet) 1606/07, nie gewaltsam zerstört gewesen. Jahrhunderte lang Wohnsitz von vorindustriellen „Tuchfabrikanten“, um 1750 des Schultheißen Johann Jacob Seib. Zeitweilig vermutlich Gasthaus „Zur Farbkipp“ und Stammlokal der Tuchmacherzunft, die am Ort noch bis 1979 bestanden hatte. 1952 Erwerb durch die Stadt und Freilegung des Fachwerks.

Nach Restaurierung und hofseitig moderner Erweiterung seit 2006 städtisches Rathaus.

Protestantisches Gemeindehaus in Lambrecht (Pfalz)

In der Markstraße, am ehemaligen Marktplatz um 1800 als St. Lambrechter Rathaus erbaut, dann Schul-, Gemeinde- und bis 1939 Stadthaus, nach dem 2. Weltkrieg Apotheke und Wohnhaus. Grundlegend saniert dient es seit 1983 der protestantischen Kirchengemeinde als Gemeindehaus.

Klemmhof in der Mühlstraße in Lambrecht (Pfalz)

Klemmhof (vom mhdt. clem = eng, klein).
Ehemaliger Wirtschaftshof des Klosters. Bestand nach 1945 völlig verschwunden.
Der westliche Teil ist der nach der ehemaligen Klosterkirche älteste Bau der Stadt, die 1451 erbaute Pfarrkirche St. Pankratius. Spätgotischer Saalbau mit eingezogenem Chorhaus. Steildach außer Dachreiter teilweise original erhalten. Im 17. Jhdt. zeitweilig den Reformierten überlassen. 1823 profaniert und um 425 fl verkauft. Seitdem als Wohnhaus und bis 1970 auch als Gaststätte genutzt.

Mehrfach baulich verändert. Grabsteine des umliegenden Gemeindefriedhofes z. T. im Bestand vermauert (siehe Südost-Ecke). Bis 1970 auch Gastwirtschaft.

Ehemaliges wallonisch-reformiertes Schulhaus in Lambrecht (Pfalz)

Marktstraße 22. Erbaut 1612 von wallonischen Glaubensflüchtlingen.
Im Innern ein Deckenbalken mit französischen Inschriften von damals erhalten.
Restauriert 2005.

Pickplatz in Lambrecht (Pfalz)

Walkstraße/Karl-Marx-Straße
An jedem Ostermontag von 7 bis 8 Uhr früh Schauplatz des originellen Lambrechter Ostereier-Pickens.  Ausgangspunkt zur einstigen Feldflur Gradschank (frz. grands champs = große Felder).

Ehemaliges städtisches Spital in Lambrecht (Pfalz)

Karl-Marx-Straße 35
Massiver zur Hälfte unterkellerter Sandsteinbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.  Erbaut vom Mitbegründer der 1. Lambrechter Tuchmachergenossenschaft (später "Alte Maschine" Georg Koch aus Melsungen 1805 - 1893). Zugang ursprünglich über eine Freitreppe von Norden. Über der damaligen Haustüre Inschrift "Spital" (heute übertüncht).

Einstiger Verwendungszweck: Unterbringung und ärztliche Versorgung von bis zu 25 Alten, Armen, Kranken und alleinstehenden Pflegebedürftigen in zwei Geschossen mit je vier Zimmern/Küche und zwei Mansarden.  Um 1881 gesundheitliche Betreuung durch zwei städtische Armen- und Spitalärzte.

Damals dazugehörig Hof, Stallungen und eine inzwischen mit 3 Häusern bebaute Gartenfläche.
Damals galt der Spruch: "Wann ebbes iwwrich is, trag's ins Spital!", denn dort gab es immer Bedürftige, die Altkleider und Speisereste verwerten konnten. Ab 1912 noch kurze Zeit „Pfründnerhaus“ (nach heutigem Verständnis „Betreutes Wohnen“). Jetzt privates Wohnhaus.

Fachwerkhaus „Küfer Wolf“ in Lambrecht (Pfalz)

Karl-Marx-Straße 14. 1606 in der Frühzeit der Ansiedlung wallonischer Tuchmacher erbaut.
In seiner Sichtfachwerk- Bauweise mit dem Zunfthaus vergleichbar. Der sich von hier aus bachwärts erstreckende Ortsbereich wird seit alters her "Boweree" (frz. bouveries = Ochsenställe) bezeichnet.

Ehemaliges protestantisches Pfarrhaus in Lambrecht (Pfalz)

Mühlstraße 1. Erbaut 1765. Zeittypisch die auf Erdgeschosshöhe liegenden Wirtschafts- und Kellerräume. Am Speyerbach war hier die alte Floßlände, die noch bis nach dem 2. Weltkrieg als Pferdeschwemme diente. Links Beginn der ehem. Pfarrgasse (jetzt Marktstraße nach dem von 1839 - 1942 um die Klosterkirche betriebenen Wochenmarkt).

Kloster-Stützmauer Mühlstraße in Lambrecht (Pfalz)

Darüber früherer Klemmhof, der in seiner Geschichte Wirtschaftshof des Klosters, Kirche mit Begräbnisplatz und Gasthaus war. Zwischen Straße und Bach standen einst die Ober- und die Bordmühle.

„Trifels“ in Lambrecht (Pfalz)

Friedrich-Ebert-Platz. Bis 1964 Standort des ehemaligen Großversandhauses Trifels-Wollgesellschaft, das als selbst produzierendes Textil-Einzel- und Versandhandelsunternehmen von überregionaler Bedeutung war. Der Industriebau wurde 2008 durch das jetzige Seniorenheim mit angegliederten Wohnbauten ersetzt.

„Die Trifels“ war aus einem Einzelhandelsgeschäft namens Woll-Becker hervorgegangen, das 1902 in der Gartenstraße gegründet worden war. Zuvor bis 1930 Tuchfabrik F. Waltzinger.

Spätklassizistischer Putzbau in Lambrecht (Pfalz)

Schulstraße 10. In seiner Urform bereits 1750 bestehend. 1859 Umbau mit Trockenspeicher durch den Tuchfabrikanten Botzong. Im 20. Jahrhundert Fabrikantenwohnsitz.

Wohnsitz des Reiseschriftstellers Dr. Kurt Faber ab 1907 in Lambrecht (Pfalz)

Hauptstraße 105. Faber, am 30.9.1880 in Mühlhausen im Elsaß als Sohn pfälzischer Eltern geboren, war Autor vieler Reisebücher, Erzählungen und eines Romans, z. B. „Unter Eskimos und Walfischfängern“ [47 Auflagen bis 1939], „Dem Glücke nach durch Südamerika“ [30 Auflagen bis 1938] und „Tausend und ein Abenteuer“ [13 Auflagen bis 1944].

Er war als abenteuerlicher Weltenbummler über 30 Jahre lang zu Fuß oder mit einfachen Verkehrsmitteln unterwegs. Auf seiner letzten Reise ist er im November 1929 einsam in der Nähe des Großen Sklavensees in Kanada gestorben.

Elternhaus des Schriftstellers Dr. Paul Bertololy in Lambrecht (Pfalz)

Hauptstraße 107. Erbaut um 1895 vom Arzt Dr. Karl Friedrich Bertololy aus Grünstadt. Dessen hier aufgewachsener Sohn Paul (1892-1972) wurde ebenfalls Landarzt, aber auch Schriftsteller.
Er lebte und wirkte ab 1919 in Lembach (Elsaß) und publizierte in deutscher Sprache rund 20 Bücher in einer Gesamtauflage von einer halben Million Exemplaren.

Geburtshaus und Jugendwohnsitz des Schriftstellers Heinz Lorenz-Lambrecht (1888-1966) in Lambrecht (Pfalz)

Hauptstraße 85. Verfasser zahlreicher Romane, Hör- und Schauspiele, darunter auch pfälzische Volksstücke wie „Der Kurfürst führt den Bock“ und „Das Huhn auf der Grenze“.

Ehemaliger Pfälzer Hof in Lambrecht (Pfalz)

Hauptstraße 53. 1822-24 als Wohn- und Geschäftshaus des Handelsmanns Jakob Weber errichtet. Im 19. Jahrhundert zum Gasthaus Pfälzer Hof umgestaltet. 1886 wurde links ein Tanzsaal angegliedert, dessen Fassade italienischen Renaissanceformen nachempfunden ist.
Daraus wurde später ein Kino, schließlich ein Billard-Café.

Jagdturm in Lambrecht (Pfalz)

Bahnhofstraße. 1885 durch den Tuchfabrikanten Carl Marx als Wasser- und Aussichtsturm mit Bibliothek und Wannenbad erbaut. Aus dem eingebauten Wasserspeicher wurden die unten liegenden Wohnhäuser gespeist. 1928 von der Post gekauft, mit einem Lastaufzug versehen und bis 1960 zur Verbringung der umfangreichen Paket- und Briefpost zum höher gelegenen Bahnhof genutzt, dann sich selbst überlassen.

Auf Antrag der Stadtverwaltung seit 1985 unter Denkmalschutz. Der Turm spiegelt lt. Beschreibung des Landesamts für Denkmalschutz „den mit der Industrialisierung des Tales einhergehenden sozialen Aufstieg des einheimischen Bürgertums und sein gewachsenes Repräsentationsbedürfnis. Er kann zugleich als eine Anspielung auf die burgenreiche Landschaft des Pfälzerwaldes interpretiert werden ... und damit als eine verspätete Parallele zur preußischen Burgenromantik im Rheintal.“

1987 Erwerb durch die Stadtwerke; erste Schutzmaßnahmen hauptsächlich zur Abdichtung vor Regenwasser. Seit 1997 im Besitz eines Jagdpächters, anschließend umfangreiche Restaurierung und wohnlicher Innenausbau.

Ehemalige Untermühle in Lambrecht (Pfalz)

Fabrikstraße 7. 1730 durch den Müller Nikolaus Gynandt an der Stelle einer früheren Mahlmühle errichtet und um eine Wappenschmiede erweitert. Zeitweilig auch Schleif- und die 5. Walkmühle im Ort gewesen.

1830 durch Heirat der Clara Louis mit Johann Jacob Marx in den Besitz der Familie und Tuchfabrik Marx gekommen und zum Wohnhaus umgestaltet.

1993 an privat veräußert. Das zur Straße offene Untergeschoss ist durch spätere Aufschüttungen, insbesondere durch den Bau der Brücke 1991, unter das Straßenniveau abgesunken.

Ehemaliges Gaswerk in Lambrecht (Pfalz)

Hauptstraße 14. Eigene Gasproduktion aus Steinkohle 1862 -1936.
Anfangs ausschließlich Produktion von Leuchtgas für die örtliche Industrie und zum kleineren Teil für Gaststätten, den Bahnhof und die Straßenbeleuchtung.

Heute ältester Betriebsteil der Stadtwerke Lambrecht GmbH.

Kupferhammer in Lambrecht (Pfalz)

Hauptstraße 12. 1753 als Waffenschmiede dokumentiert, 1782 als Dreiherrenschmiede erwähnt, 1791 von Saladin Klein zum Kupferhammer und Sägemühle ausgebaut.

Die Kupferverarbeitung wurde wegen der Rohstoffverknappung durch die Kontinentalsperre (1806-13) aufgegeben. Dann Nutzung als Lohmühle und Gerberei. 1926-1966 wurde im östlichen Teil ein neu gebautes Sägewerk mit Kistenfabrik betrieben (heute Kfz-Werkstätte).
Zwischen den beiden spätbarocken Wohnbauten fließt der Speyerbach durch ein Schützenwehr mit zwei Gerinnen.